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ADAC Winterreifentest 2016 / 2017

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(192 Bewertungen, 4.13 von 5)
ADAC Winterreifentest 2016 / 20174.13 von 5 basiert auf 192 Bewertungen.

Der Herbst hält unaufhaltbar Einzug und damit ist es Zeit, sich Gedanken um die passende Bereifung für den Winter zu machen. Der umfangreiche Winterreifentest des ADAC ist dabei jedes Jahr eine große Hilfe für Autofahrer, denn er bietet eine Einsicht über aktuelle Pneus in verschiedenen Klassen und Dimensionen. 2016 testete der ADAC 28 Winterreifen. In der Dimension 185/65 R15 88 T für Kleinwagen erklimmt der Goodyear UltraGrip 9 Platz 1 auf dem Siegerpodest, in der Dimension 225/45 R17 H für die Mittelklasse ist es der Dunlop Winter Sport 5. Alle Testergebnisse von 2016 finden Sie hier.

Überblick über den ADAC Winterreifentest 2016 und die Testergebnisse im Video

»» Ergebnisse Winterreifentest - 185/65 R15 T
»» Ergebnisse Winterreifentest - 225/45 R17 H
»» Hinweise für die Auswahl Ihrer Winterreifen
»» Ergebnisse aus den vergangenen ADAC Winterreifentests (2015-2012)

Dimension 185/65 R15 T – 15 Winterreifen für Kleinwagen und die Kompaktklasse im Test

Bei den Kleinwagen-Reifen gibt es keine sehr guten Ergebnisse, aber Goodyear und Michelin liegen dicht auf und erhalten vom ADAC beide das Urteil "Gut". Bei 11 der getesteten Winterreifen reicht es nur zur Bewertung "Befriedigend". Mit einigem Abstand kommen noch 2 Reifen dazu, die der ADAC als "Mangelhaft" einstuft.

Die Ergebnisse des ADAC Winterreifentests 2016 für die Dimension 185/65 R15 T für Klein- und Kompaktwagen

Reifenmodell
185/65 R15 T
TesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Goodyear UltraGrip 9 Gut 2,2 2,2 1,8 2,5 2,9 1,5 2,0 ab 52,50 €
Michelin Alpin A4 Gut 2,3 2,4 2,4 2,4 3.5 2,5 1,0 ab 55,24 €
Nokian WR D4 Befriedigend 2,4 2,7 2,4 2,5 3,8 2,0 2,5 ab 48,20 €
Vredestein Snowtrac 5 Befriedigend 2,3 2,7 2,6 2,6 3,6 2,4 2,5 ab 44,70 €
Esa-Tecar Super Grip 9 Befriedigend 2,4 2,8 2,1 2,8 2,9 1,7 2,5  
Hankook i*cept RS2 W452 Befriedigend 1,9 2,8 2,6 2,8 4,0 2,3 2,5 ab 42,70 €
Bridgestone Blizzak LM001 Befriedigend 2,6 2,8 1,9 2,9 3,6 2,0 2,5 ab 45,56 €
Pirelli Cinturato Winter Befriedigend 2,9 2,1 2,1 2,2 3,2 2,4 2,0 ab 49,11 €
Dunlop SP Winter Response 2 Befriedigend 3,0 1,8 2,1 2,7 3,0 2,0 2,5 ab 49,30 €
Nexen Winguard Snow'G WH2 Befriedigend 1,9 2,7 2,1 3,0 2,7 2,2 2,5 ab 41,80 €
Uniroyal MS plus 77 Befriedigend 3,3 2,7 1,7 2,9 3,7 2,0 2,5 ab 41,03 €
Barum Polaris 3 Befriedigend 2,2 3,4 2,1 2,8 3,6 2,0 1,5 ab 38,90 €
Viking SnowTech II Befriedigend 2,8 3,5 1,7 2,7 3,7 2,1 2,5 ab 43,55 €
Firestone Winterhawk 3 Mangelhaft 2,3 4,6 2,8 2,6 3,0 1,8 2,0 ab 38,10 €
Kleber Krisalp HP 2 Mangelhaft 2,2 4,6 2,3 2,7 4,4 2,0 1,5 ab 51,70 €

Testsieger von Goodyear, Michelin, Goodyear, Vredestein

Mit der Gesamtnote 2,2 schafft es der Goodyear UltraGrip 9 geradeso, sich an die Spitze zu setzen. Der Reifen überzeugt durch das ausgewogene Fahrverhalten bei jeder Witterung. Ganz besonders bei verschneiter Strecke kann der Amerikaner glänzen, aber auch bei Nässe legt er eine beachtliche Leistung hin. Beim Verbrauch erreicht der Winterreifen die Bestnote in dieser Klasse. Die guten Ergebnisse spiegeln sich allerdings im Preis wieder, denn es handelt sich um den teuersten Reifen im Test, gemeinsam mit dem Pirelli-Vertreter.

Einen respektablen zweiten Platz belegt der Michelin Alpin A4 mit der Gesamtnote 2,3. Auch beim Michelin-Pneu bietet sich ein sehr ausgewogenes Bild, jedoch mit Stärken bei Trockenheit, besonders in Bezug auf die Fahrsicherheit. Aber auch bei Schnee, Eis und Nässe gibt es nichts zu bemängeln.

Wenn auch nur mit dem Urteil "Befriedigend", schafft es der Nokian WR D4 noch aufs Treppchen. Den dritten Platz verdankt der Winterreifen dem guten Verhalten bei Eis. Ansonsten ist er auch recht ausgewogen, hat allerdings kleine Schwächen auf nasser Strecke.

Mit der gleichen Gesamtnote wie der Nokian-Pneu, steht auch dem Vredestein Snowtrac 5 der dritte Platz zu. Dieser überzeugt besonders bei Trockenheit, bei Nässe, Schnee und Eis ist er etwas schwächer, zeigt aber immer noch durchgehend gute Leistungen.

Aktuelle Winterreifen-Testsieger

testsieger-winter

Die nachfolgenden Reifenmodelle sind als Testsieger aus den Untersuchungen namhafter Insitutionen und Fachzeitschriften hervorgegangen.

Winterreifentest 2016 - Alle Testsieger der Saison im Überblick.

Enges Mittelfeld mit einigen Überraschungen

Die restlichen 9 Winterreifen, die der ADAC als "Befriedigend" einstuft, werden angeführt vom Esa-Tecar Super Grip 9, dem günstigsten Gummi im Test. Dessen Stärken liegen bei Trockenheit und Schnee. Bei Nässe und Eis gibt es Verbesserungspotenzial, aber wirklich negativ fallen keine der Ergebnisse auf. Ähnlich verhält es sich mit dem Hankook i*cept RS2 W452, der aber auf trockener Strecke die Bestnote erhält. Der Bridgestone Blizzak LM001 überzeugt hingegen besonders auf Schnee.

Der Pirelli Cinturo Winter hat Schwächen beim Fahren auf trockener Fahrbahn, zeigt ansonsten aber durchgängig gute Leistungen, teilt sich aber mit dem Goodyear-Pneu den Höchstpreis der getesteten Reifen.

Bei den Ergebnissen des Dunlop Winter Response 2 zeigt sich ein durchwachsenes Bild. Bei Nässe erreicht er die Bestnote im Test und auch bei Schnee macht der Winterreifen eine gute Figur. Bei trockener Strecke zeigt er sich aber relativ schwach. Der Nexen Winguard Snow’G WH2 ist Testieger bei Trockenheit, erzielt ansonsten aber eher nur mittelmäßige Ergebnisse, besonders auf nasser Fahrbahn. Der Uniroyal MS plus 77 ergattert die Bestplatzierung beim Fahren auf Schnee, die restlichen Ergebnisse des Reifens können aber mit diesem Ergebnis nicht mithalten. Besonders bei trockener Strecke weise er Schwächen im Fahrverhalten auf.

Die Leistung des Barum Polaris 3 ist sehr unausgeglichen. Bei Trockenheit und Schnee macht er eine gute Figur, wie auch beim Verschleiß. Auf nasser Fahrbahn hat er aber deutliche Schwächen, besonders beim Bremsen und dem Handling. So geht es auch dem Viking SnowTech II, dessen einzige wirkliche Stärke sein Verhalten bei Schnee ist.

ADAC rät ab von Firestone und Kleber

Dass irgendjemand das Feld abschließen muss, lässt sich nicht vermeiden, im ADAC Winterreifentest 2016 für Kleinwagen sind die Schlusslichter jedoch enttäuschend. Der Firestone Winterhawk 3 bekommt mit der Gesamtnote 4,6 die Bewertung "Mangelhaft". Auf trockener Fahrbahn schlägt sich der Winterreifen gut, positiv fällt auch der geringe Spritverbrauch auf. Das Handling bei nasser Fahrbahn ist aber absolut mangelhaft. Das gleiche Bild zeigt sich beim Kleber Krisalp HP2, dessen mangelhafte Leistungen bei Nässe nicht durch die guten Werte bei Trockenheit und Schnee ausgeglichen werden können. Noch dazu ist er der lauteste Reifen im Test.

Fazit zu Kleinwagen-Winterreifen

Die große Auswahl bei guten und befriedigenden Reifen ist sehr erfreulich, auch wenn keiner der Winterreifen das ADAC Urteil "Sehr gut" erreicht. Trotzdem handelt es sich um verlässliche Reifen, bei denen man auch nicht zwangsweise ganz tief in die Geldbörse greifen muss. Besorgniserregend sind hingegen die Schlusslichter mit dem Urteil "Mangelhaft", denn diese Reifen können potenziell zur Gefahr für Autofahrer werden. Ausweichmöglichkeiten gibt es aber zum Glück genug.


Dimension 225/35 R17 H – Großes Mittelfeld der 13 Mittelklasse-Pneus

Auch bei den 13 getesteten Winterreifen in der Dimension 225/35 R17 H hat nur einer das Urteil "Gut" erreicht: der Dunlop Winter Sport 5 – und das mit einigem Abstand zur Konkurrenz. 10 der getesteten Winterreifen erreichen nur ein "Befriedigend" und 2 nur "Ausreichend". Keine der Reifen haben sich als mangelhaft herausgestellt, insgesamt doch ein recht positives Gesamtbild, wenn auch nicht herausragend.

Die Ergebnisse des ADAC Winterreifentests 2016 für die Dimension 225/45 R17 H für Mittelklassewagen

 Reifenmodell 225/45 R17 HTesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Dunlop Winter Sport 5 Gut 2,4 2,4 2,4 1,9 2,8 1,6 2,0 ab 109,80 €
Pirelli Winter Sottozero 3 Befriedigend 2,9 2,7 2,7 2,6 3,1 2,2 2,5 ab 95,80 €
Firestone Winterhawk 3 Befriedigend 2,9 3,0 2,4 2,0 2,8 2,2 2,0 ab 89,10 €
Goodyear UltraGrip Performance Gen-1 Befriedigend 3,0 2,7 1,7 2,0 3,2 1,5 2,0 ab 103,80 €
Hankook i*cept evo2 W320 Befriedigend 2,2 3,0 2,5 2,4 3,5 2,3 2,5 ab 105,50 €
Nokian WR D4 Befriedigend 2,4 2,6 2,2 2,1 3,1 2,0 3,0 ab 94,01 €
Uniroyal MS plus 77 Befriedigend 3,2 2,3 2,5 2,6 3,1 1,9 2,5 ab 87,03 €
Bridgestone Blizzak LM001 Befriedigend 2,1 2,5 3,3 2,4 3,7 2,1 2,0 ab 93,00 €
Viking SnowTech II Befriedigend 3,2 3,4 2,4 2,7 4,1 2,4 2,0 ab 70,50 €
Vredestein Wintrac Extreme S Befriedigend 2,4 2,4 3,4 2,5 3,0 2,4 3,0 ab 90,40 €
Yokohama W.drive V905 Befriedigend 2,5 3,3 2,1 2,9 4,0 2,4 3,5 ab 87,20 €
Matador MP92 Sibir Snow Mangelhaft 2,6 3,7 2,2 2,5 3,2 1,9 2,0 ab 66,90 €
BF Goodrich G-Force Winter Mangelhaft 2,6 3,9 2,2 2,2 3,6 1,8 1,5 ab 67,20 €

Der Testsieger von 2016: Dunlop Winter Sport 5

Mit der Gesamtnote 2,2 setzt sich der amerikanische Vertreter Dunlop Winter Sport 5 deutlich von der Konkurrenz ab. Das gute Ergebnis verdankt er vor allem dem vorbildlichen Fahrverhalten bei Schnee und Eis. Auch bei Trockenheit und Nässe gibt es nichts zu bemängeln. Kleine Abstriche müssen beim Geräuschpegel und dem Komfort gemacht werden, das holt der Reifen aber problemlos mit dem geringen Kraftstoffverbrauch und Verschleiß heraus. Insgesamt handelt es sich um einen sehr ausgewogenen Winterreifen.

Pirelli Winter Sottozero 3 auf Platz 2

Mit der Note 2,9 und dem Urteil "Befriedigend" führt der Pirelli Winter Sottozero 3 das beachtliche Mittelfeld des Tests an. Den Platz auf dem Treppchen verdankt der Winterreifen dem guten Kraftstoffverbrauch und Verschleiß, das Fahrverhalten ist ansonsten durchgängig befriedigend mit nur geringen Unterschieden bei Eis, Schnee, trockener und nasser Fahrbahn.

Gemeinsamer Platz 3 für Firestone, Goodyear, Hankook und Nokian

Den dritten Platz teilen sich mit der Gesamtnote 3,0 und dem ADAC Urteil "Befriedigend" die Pneus von Firestone, Goodyear, Hankook und Nokian.

Der Firestone Winterhawk 3 erzielt bei Eis die besten Ergebnisse im Test und auch gute Ergebnisse bei verschneiter Strecke, hat aber bei Trockenheit kleine Defizite. Größtes Manko ist die nur ausreichende Seitenführung auf nasser Strecke. Auch hier fallen aber Kraftstoffverbrauch und Verschleiß positiv auf.

Der Goodyear UltraGrip Performance Gen-1 erreicht sehr durchwachsene Testergebnisse. Beim Kraftstoffverbrauch schlägt sich der Winterreifen hervorragend, auch beim Fahren auf Schnee und Eis erzielt der Amerikaner gute Ergebnisse. Zum ADAC Urteil "Gut" hat es letztendlich nicht gereicht, da das Fahrverhalten auf trockener Strecke doch einiges zu wünschen übrig lässt. Zu bemerken ist außerdem, dass der Goodyear-Vertreter der teuerste Gummi im Test ist.

Der Hankook i*cept evo2 W320 macht insgesamt beim Fahrverhalten eine gute Figur. Seine Stärken liegen vor allem beim Fahren bei Trockenheit. Bei der Seitenführung auf nasser Fahrbahn gibt es aber noch Verbesserungspotenzial. Auch der Geräuschpegel fällt negativ auf. Preislich gehört der Hankook Reifen zu den günstigeren im Vergleich.

Die Stärken des Nokian WR D4 liegen beim Fahren auf Schnee und Eis. Auch bei Trockenheit schlägt sich der Finne souverän. Abstriche müssen allerdings bei Nässe gemacht werden, ganz besonders beim Aquaplaning. Auch beim Verschleiß ist noch Luft nach oben.

Kopf-an-Kopf-Rennen im Mittelfeld

Die restlichen Winterreifen liegen zwar mit der Gesamtnote dicht an dicht, bieten aber bei den ADAC Testergebnissen sehr unterschiedliche Bilder.

Der Uniroyal MS plus 77 erreicht die Bestergebnisse auf nasser Strecke, besonders das Handling fällt positiv auf. Das Fahrverhalten bei Trockenheit ist hingegen eher mittelmäßig, wie auch das Bremsen auf Eis.

Der Bridgestone Blizzak LM001 setzt sich im Winterreifentest bei Trockenheit gegen alle Konkurrenten durch. Auch bei nasser Fahrbahn gibt es nicht zu bemängeln. Auf Schnee hat der Reifen aber seine Probleme mit Handling und Anfahren. Negativ fällt der Reifen auch durch die hohe Lautstärke auf.

Beim Viking SnowTech II ist der Name Programm, denn seine größte Stärke ist das Fahren auf Schnee. Bei Nässe und Trockenheit ist er jedoch recht schwach. Nachteil für Autofahrer ist außerdem der relativ hohe Spritverbrauch und der hohe Geräuschpegel, besonders im Innenraum. Preislich liegt der Winterreifen aber im günstigen Segment, im ADAC Winterreifentest 2016 ist der Viking-Vertreter der Zweitgünstigste.

Der Vredestein Wintrac Extreme S überzeugt vor allem beim Handling und Bremsen auf nasser Strecke. Auch bei Trockenheit macht er eine recht gute Figur, bei Schnee bietet sich allerdings durchgängig ein anderes Bild, was den Reifen letztendlich die bessere Note kostet.

Der Yokohama W.drive V 905 kann sich auf Schnee und auch auf trockener Strecke behaupten, bei Nässe und Eis weist er aber Schwächen auf. Der Pneu ist außerdem auffällig laut und verschleißt recht schnell.

Matador und BF Goodrich nur "Ausreichend"

Nur "Ausreichend" erreichen die Winterreifen von Matador und BF Goodrich, was für die Schlusslichter aber immer noch ein recht gutes Ergebnis ist. Dem Matador MP92 Sibir Snow muss man zugutehalten, dass er der günstigste Reifen im Test ist. Besonders auf nasser Strecke merkt man es dem Slowaken aber eben auch an. Besonders Handling und Seitenführung lassen da zu wünschen übrig. Auf Schnee schlägt er sich dafür ganz gut und der Spritverbrauch ist angenehm gering.

Trotz der Bestnote beim Verschleiß bleibt der BF Goodrich G-Force Winter das absolute Schlusslicht im Rennen um den besten Mittelklasse-Pneu beim ADAC Test. Das hat er der nur akzeptablen Leistung bei Nässe zu verdanken. Die Testergebnisse bei Schnee und Eis sind aber durchgängig gut.

Fazit zu Reifen für Autos der Mittelklasse

Für Autofahrer sind es beruhigende Nachrichten, dass von den getesteten Winterreifen keiner als mangelhaft eingestuft wurde. Allerdings ist im ganzen Feld noch Luft nach oben. Auch 2016 hat der ADAC Winterreifentest wieder gezeigt, dass man nicht nur nach dem Preis gehen kann. Reifen aus dem hochpreisigen Segment liegen mit günstigen Reifen dicht an dicht. Manche der preiswerten Gummis haben positiv überrascht, während teure Markenreifen teilweise deutliche Schwächen aufweisen. Prinzipiell gibt es aber von den getesteten Reifen keinen, von dem der ADAC grundsätzlich abraten würde.


 

Die Testsieger und anderen geprüften Reifen gibt es zum günstigen Preis bei folgenden Händlern:

 


 

ADAC Winterreifentest: Die Prüfkriterien

Der ADAC-Winterreifentest gilt als umfangreichste und modernste Überprüfung von Pneus. Autofahrer und die Reifenbranche schauen deswegen gespannt auf die Testergebnisse des Allgemeinen Deutschen Automobil Verbandes (ADAC). Die Rundlinge werden in sieben unterschiedlichen Kriterien geprüft, um schlussendlich eine Gesamtnote ermitteln zu können. Hervorragende Einzeleigenschaften nutzen den Reifen hingegen wenig. Ein Pneu der das Testurteil „gut“ anstrebt, muss in allen Kategorien diese Note erreichen. Wird in einem der Kriterien die Notengrenze „gut“ nicht erreicht, kann bestenfalls das Urteil „befriedigend“ vergeben werden. Im ADAC-Winterreifentest 2016 ist dieser Fall sehr häufig vorgekommen.

Zu den sieben Testkriterien des ADAC-Winterreifentests 2016 zählen:

Prüfkriterium Gewichtung
Trocken 15%
» Fahrstabilität 40%
» Handling 40%
» Bremsen 20%
Nass 30%
» Bremsen 30%
» Aquaplaning längs 20%
» Aquaplaning quer 10%
» Handling 30%
» Kreis-/Seitenführung 10%
Schnee 20%
» Bremsen-ABS 40%
» Anfahren 20%
» Passfahrt 40%
Eis 10%
» Bremsen-ABS 60%
» Seitenführung 40%
Geräusch 5%
» Innengeräusch 50%
» Außengeräusch 50%
Kraftstoffverbrauch 10%
Verschleiß 10%
  • Trockene Fahrbahn
  • Nasse Fahrbahn
  • Schneebedeckte Fahrbahn
  • Eisfahrbahn
  • Geräuschentwicklung
  • Kraftstoffverbrauch
  • Reifenverschleiß

Die Gewichtung der einzelnen Prüfkriterien erfolgt dabei nach einem bestimmten System. Wie aus der Darstellung hervorgeht, legt der ADAC sehr großen Wert auf die Fahreigenschaften bei Nässe. Mit fast 30 Prozent der Gesamtnote macht diese Kategorie fast ein Drittel des Endergebnisses aus. Auch das Verhalten auf schneebedeckter Piste ist ein wichtiges Kriterium. Die Ergebnisse aus den Tests zur Lautstärke oder dem Kraftstoffverbrauch, fließen hingegen nur mit sehr geringer Gewichtung in die Endnote ein.

Zum Vergleich: Zahlreiche Winterreifentests legen ihre Schwerpunkte bewusst auf andere Bereiche. Während im ACE/ GTÜ Winterreifentest 2015 die Sicherheit auf nasser und schneebedeckter Fahrbahn gleich gewertet wird, nehmen die Experten der AutoBild hingegen keine Unterscheidung zwischen der Beschaffenheit der Piste vor.

Die differenzierte Gewichtung im ADAC-Winterreifentest 2016 ist aber durchaus klug gewählt. In den Wintermonaten sind Autofahrer häufiger auf matschiger und nasser Strecke unterwegs, als auf schneebedeckter Fahrbahn. Deswegen ist es nachvollziehbar den Fokus auf das Fahrverhalten bei nassen Streckenverhältnissen zu legen.

Die Testbedingungen: Im Fokus der Überprüfung stehen besonders die Ergebnisse in den Bremstests. Ausschließlich in der Kategorie „trockene Fahrbahn“ nimmt dieser Bereich nicht den wichtigsten Punkt ein. Ebenso elementar ist das Handling des PKWs. Besonders in Notsituationen muss sich der Autofahrer auf ein sicheres Verhalten der Winterreifen verlassen können. Dazu zählt auch die Sicherheit bei Aquaplaning, denn der Winterreifen sollte möglichst spät anfangen „zu schwimmen“. Experten verstehen darunter das Verhalten des Pneus, bei zu viel Wasser auf der Straße. Verliert der Rundling schnell den Grip und somit die Verbindung zum Asphalt, kann das Auto nicht mehr kontrolliert werden. Zudem sollten Autofahrer einen Blick auf die Werte der Winterreifen bei der Seitenführung werfen.


Das sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Winterreifen berücksichtigen

Wichtige Hilfestellungen beim Kauf von Winterreifen

» Preise im Online-Handel fallen im Herbst
» Die wichtigsten Marken im ADAC Winterreifentest 2016
» Das EU-Reifenlabel
» Reifendimensionen - Die richtige Größe für Ihre Winterreifen
» Umweltfreundlichkeit und Entsorgung von Winterreifen
» Alle Informationen zur Winterreifenpflicht in Deutschland

Die Preise im Online-Handel fallen erfahrungsgemäß im Herbst

bezahlung-reifenJürgen Fälchle - Fotolia.com Wer neue Winterreifen benötigt, sollte sich im Richtigen Zeitfenster um die neuen Pneus kümmern. Winterreifen sind ein klassisches Saisonprodukt und dementsprechend entwickeln sich auch die Preise. Die Erfahrung aus der Vergangenheit hat gezeigt, dass sich die Preisenticklung bei Winterreifen im Herbst durchaus positiv für die Internet-Käufer gestaltet. Zwischen Ende September und Anfang November ist der Markt auf Hochtouren: Testergebnisse von Fachzeitschriften werden veröffentlicht, Fahrzeughalter kümmern sich um neue Pneus und Fachwerkstätten ziehen im Akkord Winterreifen auf. Die inzwischen breite Masse an Online-Shops, die um die Gunst der Kundschaft buhlt, senkt ab September meist Stück für Stück die Preise - insbesondere die der namhaften und besten Modelle. Je nach Ansturm auf einzelene Produkte und je nach Witterung betragen die Einsparungen im Vergleich zu den Sommermonaten auch gut und gerne mal 10 bis 15 Euro pro Reifen. Eine Differenz, welche die Pneus üblicherweise vorab über den Sommer zugelegt haben.

Wer also Winterreifen online kaufen möchte, sollte im Zeitraum zwischen Mitte September und Anfang November zuschlagen. Die Aussage, Reifen für die kalte Jahreszeit bereits im Sommer anzuschaffen, um sich einen Preisvorteil zu sichern, hat sich aus unserer Erfahrung nicht bestätigt.

Unsere Tipps zum Winterreifen-Kauf:

  1. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf über Modelle, Hersteller und die benötigte Reifengröße!
  2. Kaufen Sie Ihre Winterreifen im Zeitraum zwischen Ende September und Anfang November. Spätestens jedoch bei Temparaturen unter 5°C sollten die Reifen an Ihrem Fahrzeug montiert sein.
  3. Wenn Auslaufmodelle in älteren Testergebnissen gut abschnitten, können sie eine günstige Alternative zu neuen Versionen sein. Hier lohnt sich ein Blick in Winterreifentests aus den Vorjahren.
  4. Vergleichen Sie Händlerpreise und Angebote! Montage, Einlagerung von Sommerreifen und Altreifenentsorgung sind tolle Zusatzangebote die Sie nutzen sollten!
  5. Verzichten Sie auf Gebrauchtreifen, denn niemand kann das „Vorleben“ des Winterreifens seriös einschätzen.

Auslaufmodelle: Hochwertige Winterreifen zum kleinen Preis

reifen-sparschweinsorcerer11 & industrieblick - Fotolia.comWenn im Sommer kein Autofahrer an neue Winterreifen denkt, sind die Hersteller bereits einige Schritte weiter. Die neusten Modelle sind konzipiert und befinden sich in der Produktion. Deswegen räumen besonders Großhändler ihre Lager frei, damit neue Modelle ihren Platz finden. Autofahrer können deswegen gezielt nach älteren Winterreifen suchen. Diese wurden zwar nicht in der aktuellen Saison produziert, bieten aber trotzdem gute Leistung und können noch einige Jahre gefahren werden. Aufschluss über das Produktionsjahr geben die letzten vier Ziffern der DOT-Nummer. Wenn auf einem Winterreifen z.B. die Kombination DOT 4014 eingeprägt ist, wurde der Pneu in der 40. Kalenderwoche 2014 produziert. Handelt es sich dabei um einen Marken- oder Premiumreifen, können Fahrzeughalter beruhigt zugreifen. Zu gebrauchten Winterreifen sollten Sie allerdings nicht greifen!

Echte Schnäppchen können Autofahrer hingegen mit Auslaufmodellen machen. Die Vorgänger aktueller Winterreifen sind trotz ihres Alters nicht schlechter geworden, doch bei Markteinführung räumen Reifenhändler ihre Lager leer. Die radikalen Preisnachlässe sind für Schnäppchenjäger eine gute Chance, einen Top-Reifen für kleines Geld zu erwerben. Zuvor lohnt es sich die Testergebnisse im Blick zu haben. Mit einer Internetrecherche gelingt dies meistens in kürzester Zeit. In diesem Jahr sind u.a. der Nokian WR D4 und der Dunlop Winter Sport 5 neu auf dem Markt. Beide Vorgänger erhielten beim ADAC Winterreifentest 2014/ 2015 das Testurteil „gut“ und sind tolle Alternativen.

Die wichtigsten Marken für Winterreifen

Wer ohne Erfahrung auf der Suche nach einem neuen Reifen für den Winter ist, wird schnell am großen Angebot verzweifeln. Dabei ist der Großteil der Reifenhersteller inzwischen in fünf Konzerne unterteilt, welche als sogenannte Premiummarken gelten.

Die fünf Hersteller sind:

  • Continental
  • Bridgestone
  • Pirelli
  • Michelin
  • Goodyear / Dunlop
Hersteller Platzierung Ø Testsiege Tests
Continental 1,9 13 24
Dunlop 2,8 4 25
Goodyear 3,3 3 21
Michelin 3,9 1 25
Nokian 4,5 5 27
Pirelli 4,6 4 28
Vredestein 6,1 0 13
Bridgestone 6,2 0 17
Semperit 6,9 0 14
Uniroyal 7,5 0 6
(Testergebnisse der Reifenhersteller im Bereich Winterreifen im Zeitraum von 2012 - 2015 mit mindestens 5 Testteilnahmen)

Die Modelle der Premiummarken landen bei Winterreifentests regelmäßig auf den vorderen Plätzen und werden bereits seit Jahren intensiv weiterentwickelt. Sie erfüllen alle Sicherheitsstandards und punkten zudem mit Langlebigkeit und präzisem Handling.

Weniger bekannte Reifenhersteller locken Autofahrer oftmals mit günstigen Preisen und markigen Versprechen. In unabhängigen Winterreifentests fallen diese Exemplare allerdings regelmäßig aufgrund ihrer Sicherheitsmängel durch.

Im Zweifelsfall sollten Sie etwas mehr Geld in die Winterreifen investieren. Die Leistung und Qualität der Winterreifen von Premiummarken, steht im keinem Vergleich zu Modellen aus dem niedrigen Preissegment. Das zeigen auch unsere eigenen Beobachtungen: wir haben die Ergebnisse der letzten Winterreifen-Tests ausgewertet und in einer Tabelle zusammengefasst.

Wer sich bei Reifenherstellern unsicher ist, greift zu unabhängigen Tests. Besonders der ADAC-Winterreifentest ist renommiert und europaweit angesehen.

Das EU-Reifenlabel: Orientierungshilfe beim Reifenkauf

Seit Ende 2012 ist das EU-Reifenlabel gesetzlich vorgeschrieben und soll den Autofahrern eine Orientierungshilfe beim Neukauf von Pneus bieten. Alle Reifen die nach dem 1. Juli 2012 produziert wurden, müssen eindeutig mit dem EU-Label versehen werden. Dieses gibt Auskunft über grundlegende Leistungseigenschaften des Pneus. Dazu zählen:

  • Kraftstoffeffizienz
  • Nasshaftung
  • Externes Rollgeräusch

Seit der Einführung des EU-Reifenlabels kritisieren Experten die grundlegende Ausrichtung. Die drei Kriterien eignen sich zwar zur Orientierung beim Kauf von Sommerreifen, für Winterreifen sind allerdings andere Merkmale wichtig. Wichtige Disziplinen wie Bremsen, Kurvenhandling oder Traktion werden somit nicht erfasst. Zudem dürfen Reifenhersteller ihre eigenen Produkte auf die Kriterien testen und vergeben das EU-Reifenlabel ohne externe Prüfung.

Reifendimensionen: Die richtige Größe finden

profiltiefe-pruefen-euroJürgen Fälchle & trendobjects - Fotolia.comVor dem Kauf sollten sich Autofahrer über die passende Reifendimension informieren. Nur so finden Sie den passenden Winterreifen für Ihr Fahrzeug.

Zur Ermittlung der richtigen Reifengröße gibt es zwei simple Varianten:

  1. Lesen Sie die Reifendimension an aktuell montierten Pneus ab. Neben Hersteller, Modellname und Produktionsjahr ist dort auch die Größe eingeprägt.
  2. Alle wichtigen Informationen zum Reifen sind im Fahrzeugschein festgehalten. Neben Traglast und Höchstgeschwindigkeit, finden Sie dort auch die Reifendimension. Im alten Fahrzeugschein sind diese Informationen unter den Punkten 20 – 23 zu finden, in der neuen Zulassungsbescheinigung werden diese in den Feldern 15.1 – 15.3 ausgewiesen.

Die Reifengröße setzt sich aus verschiedenen Ziffern zusammen. Diese wirken auf Autofahrer oftmals kompliziert und verwirrend. Der Code am Winterreifen oder dem Fahrzeugschein gibt allerdings Hinweise über die Eigenschaften des Pneus.

Die Beschriftung setzt sich aus vier Elementen zusammen:

  • Reifenbreite
  • Verhältnis der Reifenhöhe zur Reifenbreite
  • Bauart & Reifendurchmesser
  • Lastindex & Geschwindigkeitsindex

Beispiel: Im Fahrzeugschein finden Sie die Dimension 195 / 65 R15 91T. Die erste Größe bestimmt die Reifenbreite in Millimetern, in unserem Fall sind das 195 mm. Die Ziffer danach enthält Informationen über das Verhältnis der Reifenhöhe zur Reifenbreite in Prozent. Im oben genannten Beispiel beträgt die Höhe des Winterreifens also 65 % von dessen Breite. Anschließend folgt ein Buchstabe, welcher die Bauart des Reifens definiert. Meistens finden Autofahrer dort den Buchstaben „R“, der für radial steht. Die Karkassfäden unter der Lauffläche sind also radial angeordnet.

Die Zahl hinter dem Buchstaben gibt schließlich den Reifendurchmesser in Zoll an. Die letzten Angaben informieren über den Last- und Geschwindigkeitsindex. In unserem Beispiel steht die Ziffer 91 für einen 91-Lastindex, also eine maximale Tragfähigkeit von 615 Kilo pro Reifen. Der Geschwindigkeitsindex V gibt eine maximal zulässige Geschwindigkeit von 240 km/h an. Die Tabelle zum Geschwindigkeitsindex ist ähnlich dem Alphabet angeordnet. Das Kürzel Y steht dabei für eine maximale Geschwindigkeit von 300 km/h.

Wichtig: Bitte verwenden Sie nur die gesetzlich vorgeschriebene Reifengröße, die im Fahrzeugschein festgehalten ist. Zudem sollten Sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit und Tragfähigkeit nicht überschreiten.

 

Mit den richtigen Winterreifen die Umwelt schützen

drei-winterreifenKarin und Uwe Annas - Fotolia.comNeben der fachgerechten Entsorgung alter Winterreifen, können Sie bereits beim Kauf neuer Pneus einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Mit dem richtigen Fahrverhalten spart der Autofahrer nicht nur Geld, sondern senkt zudem den CO2-Ausstoß. Gute Winterreifen beeinflussen somit neben der Sicherheit auch die Verringerung der Schadstoffbelastung positiv. Dabei sind drei Punkte entscheidend:

  1. Rollwiderstand
  2. Abrollgeräusch
  3. Reifendruck

Autohersteller legten in den zurückliegenden Jahren immer mehr Wert auf die Entwicklung rollwiderstandsarmer Reifen. Grund dafür ist nicht nur das EU-Reifenlabel, welches den Rollwiderstand deutlich beim Kauf kennzeichnet, sondern vor allem die positiven Auswirkung auf das Auto: ein niedriger Rollwiderstand verbessert die Fahreigenschaften, senkt den Spritverbrauch und schont die Umwelt. Bei modernen PKWs entfallen ca. 20-30 % des gesamten Kraftstoffverbrauches auf die Rundlinge. Winterreifen mit guten Werten beim Rollwiderstand, können ihren Kraftstoffverbrauch bis zu drei Prozent verringern. Voraussetzung ist dabei allerdings eine angemessene Fahrweise.

Der zweite entscheidende Punkt betrifft die Abrollgeräusche. Seit 2012 ist die Lautstärke von Winterreifen für jeden Käufer sichtbar. Durch das EU-Reifenlabel müssen Hersteller ihre Reifen deutlich kennzeichnen. Ab einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h ist das Rollgeräusch etwa gleich laut wie der Motor. Mit zunehmender Geschwindigkeit übertonen die Rundlinge also den Antrieb. Durch die Wahl des richtigen Pneus leisten Sie also einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Straßenlärms. Das EU-Reifenlabel teilt die Lautstärke des Reifen-Geräusches in drei Schallwellen-Typen ein. Eine Schallwelle (67 – 71 dB) klassifiziert den niedrigsten Geräuschpegel. Der höchste Lautstärkepegel liegt zwischen 72 und 76 dB. Er wird mit drei Schallwellen dargestellt.

Nicht nur Rollwiderstand und Abrollgeräusche haben direkten Einfluss auf die Umwelt. Der richtige Reifendruck ist ein wichtiger Sicherheitsaspekt und bedingt zudem den Kraftstoffverbrauch des PKWs. Bereits ein Unterschreiten des Drucks von ca. 0,2 bar lässt den Spritverbrauch um ca. zwei Prozent ansteigen. Wichtig: Erst der richtige Reifendruck führt zu guten Werten im Bereich Rollwiderstand. Ein zu hoher oder zu geringer Reifendruck verkürzt zudem die Laufleistung der Winterreifen. Experten empfehlen deswegen den Reifendruck monatlich zu überprüfen.

Entsorgung: Wohin mit den alten Winterreifen?

Bevor neue Winterreifen aufgezogen werden, sollte sich jeder Autofahrer Gedanken um die Entsorgung der Altreifen machen. Wenn das Profil keine Sicherheit mehr bietet, die Pneus Schäden aufweisen oder die Rundlinge schlichtweg ihre beste Zeit hinter sich haben, müssen die abgefahrenen Modelle entsorgt werden. Doch dabei müssen strenge gesetzliche Auflagen beachtet werden. Inzwischen sind Winterreifen echte High-Tech-Produkte, die sich aus zahlreichen Materialien, wie Gummi, Eisen und Textilien, zusammensetzen. Aus diesem Grund gelten Reifen als Verbundabfall, weswegen die einzelnen Bestandteile vor der Entsorgung voneinander getrennt werden.

Wichtig: Da Reifen zur Kategorie Verbundabfall zählen, dürfen die Elemente nicht in den Hausmüll!

Hier können Sie Ihre Winterreifen entsorgen:

  • Wertstoffhof
  • Spezialisierte Unternehmen
  • Autowerkstatt
  • Reifenhändler

Autofahrer haben trotzdem einige Möglichkeiten, die alten Winterreifen schnell und einfach zu entsorgen. Einige Unternehmen haben sich auf Reifenentsorgung spezialisiert und verarbeiten diese anschließend weiter. Sie nehmen die Pneus häufig kostenlos entgegen und fertigen aus dem Rundling neues Granulat, welches als Brennstoff eingesetzt wird. Das Problem: Nicht jeder Fahrzeughalter hat solch ein Unternehmen in der direkten Umgebung. Deswegen rücken besonders regionale Entsorgungsmöglichkeiten in den Vordergrund. Städte und Gemeinden betreiben Recycling- und Entsorgungshöfe, bei denen Gartenabfällen, Elektrogeräte und Metalle kostenlos abgegeben werden können. Immer mehr dieser Wertstoffhöfe nehmen zudem auch Altreifen entgegen. Die passenden Autofelgen können ebenfalls beim Recyclinghof entsorgt werden. Sie bestehen meistens aus Stahl oder Aluminium und fallen somit unter die Kategorie Altmetall. So können Sie absolut sicher gehen, dass Ihre Winterreifen und Autofelgen nach den gesetzlichen Auflagen entsorgt werden.

Für viele Autofahrer ist der Reifenhändler der erste Ansprechpartner für eine fachgerechte und umweltfreundliche Entsorgung der Altreifen. Beim Kauf neuer Winterreifen bieten Reifenhändler die Entsorgung der alten Rundlinge oftmals kostenlos an. Fragen Sie direkt nach möglichen Komplettangeboten! Diese beinhalten neue Winterreifen, die Montage und Entsorgung der abgefahrenen Pneus. Somit lässt sich nicht nur Zeit einsparen, sondern auch etwas Geld. Diesen Service bieten zudem immer mehr Autowerkstätten an, oder können zu mindestens mit passenden Ansprechpartnern weiterhelfen.

Winterreifenpflicht: Kein Bußgeld riskieren

Wer in Deutschland mit einem Kraftfahrzeug auf den Straßen unterwegs ist, muss für eine witterungsgerechte Bereifung sorgen. Im Jahr 2010 wurde die Winterreifenverordnung von Bund und Ländern präzisiert. Diese besagt jetzt, dass bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte ein Kraftfahrzeug nur gefahren werden darf, wenn die Reifen besondere Eigenschaften erfüllen. Sind diese erfüllt, trägt der Reifen das M+S Symbol (Matsch & Schnee). Im Idealfall wird es durch das Schneeflocke-Symbol ergänzt, was ihn als besonders wintertauglich ausweist. Um diese Kennzeichnung zu erhalten, müssen die Reifen Leistungen in speziellen Tests nachgewiesen werden. Erst dann fahren Sie auch auf Schnee, vereisten Straßen und bei tiefen Temperaturen entsprechend der Sicherheitsanforderungen. Interessant: Der Begriff Winterreifen tritt in der StVO übrigens nicht auf.


Die wichtigsten Fragen zur Winterreifenpflicht:

  1. Wann müssen Winterreifen aufgezogen werden? Ein spezieller Zeitraum ist in Deutschland nicht vorgeschrieben. Die „geeignete Bereifung“ ist demnach bei schlechten Wetterbedingungen Pflicht. Als Orientierung gilt die O bis O-Regel. Fahren Sie mit Winterreifen von Oktober bis Ostern!
  2. Welche Bußgelder kommen auf Autofahrer zu, die mit den falschen Reifen unterwegs sind? Wer bei einer Kontrolle mit nicht witterungsgemäßer Bereifung erwischt wird, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 60 Euro sowie 1 Punkt im Verkehrszentralregister rechnen. Werden andere Verkehrsteilnehmer in Folge falscher Reifen behindert, erhöht sich die Strafe auf 80 Euro. Es bleibt allerdings bei 1 Punkt in Flensburg.
  3. Existieren Ausnahmen von der Winterreifenpflicht? Für PKW im Straßenverkehr existiert keine Ausnahme. LKW und Busse benötigen hingegen nur Winterreifen auf der Vorderachse. Land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge sind hingegen von der Winterreifenpflicht ausgenommen. Grund dafür sind die ohnehin grobstolligen Profile dieser Kraftfahrzeuge.

 


Alle Ergebnisse aus den ADAC Sommerreifentests der Vorjahre (2015 - 2012)

Zu den Ergebnissen vom ADAC Winterreifentest 2016

 

ADAC Winterreifentest 2015

Winterreifentest der Dimension 165/70 R14 T für Pkw der Kleinwagenklasse

Der ADAC hat in Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest für die Winterreifensaison 2015/2016 aktuelle Reifen der Dimension 165/70 R 14 T für Pkw getestet. Unter den 16 Winterreifenmodellen für Autos der Kleinwagenklasse wie beispielsweise Fiat Panda, Seat Ibiza, VW Polo oder Renault Kangoo vergab der ADAC bei drei Modellen das Testurteil „gut“, neun Modelle erhielten die Auszeichnung „befriedigend“, ein Modell absolvierte den Test mit einem „ausreichend“ und drei Schlusslichter erhielten das Prädikat „mangelhaft“.

Reifenmodell
165/70 R14 T
TesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Goodyear UltrGrip 9 Gut 2,5 1,8 2,2 2,5 2,9 1,9 2,0 ab 46,43 €
Michelin Alpin A4 Gut 2,0 2,5 2,1 2,5 3,4 2,2 0,5 ab 48,87 €
Dunlop SP Winter Response 2 Gut 2,4 2,5 1,9 2,3 2,9 1,6 2,5 ab 46,70 €
Fulda Kristall Montero 3 Befriedigend 2,2 2,6 2,0 2,5 3,1 2,0 2,0 ab 35,56 €
Bridgestone Blizzak LM001 Befriedigend 2,1 2,7 1,9 2,7 3,4 2,2 1,5 ab 32,93 €
Continental ContiWinterContact TS850 Befriedigend 2,0 1,9 1,9 2,7 3,1 1,9 1,5 ab 43,21 €
Falken Eurowinter HS449 Befriedigend 2,1 2,7 2,7 2,3 2,9 2,1 2,5 ab 39,29 €
Uniroyal MS plus 77 Befriedigend 2,8 2,5 2,1 2,9 3,0 2,2 2,0 ab 35,60 €
Pirelli Winter Snowcontrol Serie 3 Befriedigend 3,0 2,3 2,7 2,3 3,4 2,3 2,5 ab 47,43 €
Semperit Master-Grip 2 Befriedigend 2,5 2,7 2,1 3,0 2,7 2,2 2,5 ab 37,29 €
Barum Polaris 3 Befriedigend 2,3 3,1 2,5 2,7 3,2 2,3 2,0 ab 33,65 €
Firestone Winterhawk 3 Befriedigend 2,2 3,5 2,3 2,8 3,3 1,8 0,5 ab 34,29 €
Matador MP54 Sibir Snow Ausreichend 2,6 3,6 2,5 2,7 3,3 2,3 2,0 ab 33,79 €
Aeolus Snowace AW02 Mangelhaft 3,5 5,5 2,3 2,8 3,7 1,9 2,0 andere Größen ab 33,72 €
Ling-Long Greenmax Winter HP Mangelhaft 3,3 5,5 3,0 2,5 3,3 1,9 2,0 andere Größen ab 33,35 €
Mentor M200 Mangelhaft 2,7 5,5 3,5 3,0 4,5 2,1 0,5 andere Größen ab 49,50 €
Goodyear, Michelin und Dunlop – Die Spitzenreiter im Test

Als Testsieger ging aus dem diesjährigen ADAC-Winterreifentest der Goodyear UltraGrip 9 mit einem Gesamturteil von 2,2 also „gut“ hervor. Zu den absoluten Stärken des insgesamt ausgewogenen Winterreifens der Dimension 165/70 R 14 T zählt das Verhalten auf nasser Fahrbahn. Hier erhielt der Goodyear die Testbestnote von 1,8. Des Weiteren zeichnet sich der UltraGrip 9 durch einen geringen Kraftstoffverbrauch aus.

Platz 2 auf dem Siegertreppchen nahm der Michelin Alpin A4 ein, welcher ebenfalls mit Note 2,2 ausgezeichnet wurde, jedoch nicht so ausgewogen wie der vor ihm Platzierte ist. Während er in puncto Verschleiß mit „sehr gut“ abschneidet, müssen bei den Prüfkriterien Innen- und Außengeräusch ein paar Abzüge gemacht werden. Ansonsten performed der Michelin solide auf verschneiter Fahrbahn und sahnt die Bestnoten im Bereich der trockenen Fahrbahn ab.

Die Bronzemedaille erhält in diesem Jahr der Winter Response 2 des Herstellers Dunlop. Mit dem ADAC Urteil 2,3 landet er kurz hinter den beiden Spitzenplätzen. Besonders auf Schnee und Eis sowie in puncto Kraftstoffverbrauch kann der Winter Response 2 mit Bestnoten überzeugen.

 

Continental, Bridgestone, Falken & Co. – Solides Mittelfeld

Bei sechs der neun im befriedigenden Mittelfeld liegenden Winterreifen wurden Schwächen auf nasser Fahrbahn festgestellt - beim Fulda Kristall Montero 3, Bridgestone Blizzak LM 001, Falken Eurowinter HS449, Barum Polaris 3 sowie Firestone Winterhawk 3 führte diese Abwertung auf nasser Fahrbahn sogar zur Abwertung der Gesamtnote, da der Nassbereich mit 30% Gewichtung das wichtigste Prüfkriterium darstellt.

Beim Continental ContiWinterContact TS 850 führt hingegen die schlechte Performance auf vereister Fahrstrecke zur Abwertung der Gesamtnote.

Mit „sehr gut“ in der Prüfkategorie „Verschleiß“ und somit als äußerst verschleißarm erwiesen sich die Modelle von Bridgestone, Continental und Firestone.

Der einzig als „ausreichend“ im Test bewertete Winterreifen ist der Matador MP54 Sibir Snow, welcher es durch seine lediglich mit 3,6 bewerteten Ergebnisse auf nasser Fahrbahn kein befriedigendes Ergebnis abliefern konnte.

Aeolus, Linglong und Mentor – Die Schlusslichter im Test

Massive Schwächen beim Handling, der Kreis/Seitenführung sowie beim Bremsen auf nasser Fahrbahn ermöglichten dem Aeolus Snowace AW02 nur ein Gesamtergebnis von 5,5 und somit fiel er durch und erhielt ein „mangelhaft“. Selbst die gute Performance auf Schnee und der relativ geringe Kraftstoffverbrauch konnten die schwachen Ergebnisse auf nasser sowie trockener Fahrbahn nicht wettmachen.
Auch der Linglong Green-Max Winter HP sowie der Mentor M200 konnten nicht mit ihrer Performance auf nasser Fahrbahn überzeugen und fielen hier beide ebenfalls durch. Die erhöhte Geräuschentwicklung mussten die Prüfer ebenfalls beanstanden. Einziger Lichtblick in den Ergebnissen des Mentor M200 war die Bestnote im Bereich Verschleiß.


Die Testergebnisse der Größe 205/55 R16 H für Kompaktfahrzeuge

Insgesamt 19 Modelle in der Dimension 205/55 R 16 H wurden im diesjährigen ADAC Winterreifentest auf Herz und Nieren geprüft. Die Reifengröße ist bei Autofahrern und Reifenherstellern äußerst populär. Aktuelle Modelle wie Opel Astra, Mini Cooper, Renault Megane, Honda Civic & Co., benötigen die Dimension 205/55 R 16 H. Für Hersteller ist diese Dimension eine sogenannte Entwicklungsgröße. Kleinere und größere Modelle werden davon lediglich abgeleitet und weisen somit ähnliche Merkmale auf. Für die Reifenhersteller bedeutet das: gute Ergebnisse lassen sich auf viele Reifendimensionen übertragen, schwerwiegende Mängel allerdings ebenso. Die Ergebnisse des ADAC-Winterreifentests 2015 sind besonders für Autofahrer zufriedenstellend. Ein enges Mittelfeld lässt dem Kunden die Qual der Wahl und nur ein Winterreifen erhält das Testurteil „mangelhaft“. Als Sieger geht indessen ein deutscher Rundling hervor.

Reifenmodell
205/55 R16 H
TesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Continental ContiWinterContact TS850 Gut 1,9 2,0 1,9 2,5 2,9 1,8 1,5 ab 83,10 €
Yokohama W.drive V905 Gut 1,7 2,5 2,5 2,5 3,3 2,1 2,5 ab 63,22 €
Goodyear UltraGrip 9 Befriedigend 2,7 2,1 1,9 2,5 2,5 1,6 2,5 ab 68,37 €
Nokian WR D3 Befriedigend 2,1 2,9 1,9 2,5 2,9 2,2 2,5 ab 61,45 €
Bridgestone Blizzak LM001 Befriedigend 2,1 2,4 2,0 3,0 3,2 2,0 2,0 ab 62,30 €
Falken Eurowinter HS449 Befriedigend 2,1 2,7 2,6 2,4 3,1 2,6 3,0 ab 49,60 €
Vredestein Snowtrac 5 Befriedigend 2,2 2,9 2,0 2,0 2,7 1,8 3,0 ab 61,50 €
Firestone Winterhawk 3 Befriedigend 2,2 3,1 2,6 2,8 3,1 1,8 2,0 ab 55,80 €
Fulda Kristall Control HP Befriedigend 2,5 3,1 2,4 2,8 3,7 1,9 2,0 andere Größen ab 44,00 €
Barum Polaris 3 Befriedigend 3,2 2,9 1,9 2,5 2,7 1,9 2,5 ab 51,65 €
BF-Goodrich g-Force Winter Befriedigend 2,3 3,2 2,5 2,5 3,5 1,7 1,5 andere Größen ab 41,33 €
Michelin Alpin 5 Befriedigend 3,2 2,0 1,9 2,2 3,7 2,4 2,5 ab 74,79 €
Sava Eskimo HP Befriedigend 2,5 3,2 2,3 2,8 3,5 2,0 2,0 andere Größen ab 49,50 €
Semperit Speed-Grip 2 Befriedigend 3,2 2,4 1,9 2,3 2,9 2,4 2,5 ab 65,80 €
Kumho Wintercraft WP51 Befriedigend 3,0 3,3 2,2 2,5 3,0 2,3 2,5 ab 47,01 €
Viking Snowtech 2 Befriedigend 3,3 2,9 2,0 2,0 3,7 2,1 2,5 ab 52,30 €
Kleber Krisalp HP 2 Befriedigend 2,5 3,4 2,5 2,8 3,7 2,1 1,5 ab 61,30 €
Toyo Snowprox S953 Befriedigend 2,4 3,5 2,9 3,3 4,0 1,8 2,5 ab 53,70 €
Avon Ice Touring ST Mangelhaft 1,9 4,8 3,2 3,3 3,8 2,4 2,5 andere Größen ab 51,43 €
Continental ContiWinterContact TS850 gewinnt den ADAC-Winterreifentest

Den ersten Platz im Test belegt der Continental ContiWinterContact TS850. Er überzeugte die Experten des ADAC und von Stiftung Warentest mit Bestnoten auf nasser Fahrbahn, Schnee und beim Verschleiß. Der Hannoveraner gibt auf jeder Streckenbeschaffenheit ein gutes Bild ab und fährt sich jederzeit sicher. Kleinere Schwächen offenbart der Rundling hingegen in der Kategorie Abrollgeräusche/ Komfort, die er mit der Wertung „befriedigend“ abschließt. Trotzdem: Der Continental ContiWinterContact TS850 ist für den ADAC der beste Winterreifen in der Dimension 205/55 R 16 H. Auf den zweiten Platz hat sich der Yokohama W.drive V905 geschoben. Auf dem ersten Blick zeigt sich der Japaner ebenbürtig mit dem Conti-Modell. Allerdings erhält der Pneu in den Kriterien Nässe, Schnee und Verschleiß nur sehr knapp das Testurteil „gut“. Tolle Werte liefert der Winterreifen hingegen auf trockener Fahrbahn und den Kraftstoffverbrauch. Zudem ist er etwas günstiger als das Modell von Continental, was ihn besonders für preisbewusste Autofahrer interessant macht.

Enges Mittelfeld lässt Autofahrern die freie Wahl

Hinter den beiden Bestplatzierten schafft der Goodyear UltraGrip 9 den Sprung auf das Treppchen. Eine bessere Platzierung verhindert seine durchschnittliche Leistung auf trockener Fahrbahn. Das Testurteil „befriedigend“ in dieser Kategorie, ist allerdings die einzige Schwäche des Rundlings. Bei Schnee, Regen und Eis liegt der US-Amerikaner auf Höhe des Spitzenduos und muss sich vor den Modellen von Continental und Yokohama nicht verstecken. In der Kategorie Verbrauch trumpft der Pneu mit der Bestnote 1,6 auf. Hinter den Top-3 bietet sich den Experten ein interessantes Bild: insgesamt 15 Winterreifen erhalten das Testurteil „befriedigend“ und liegen eng beieinander. Zwölf Kandidaten scheitern wegen Schwächen auf nasser Fahrbahn an einer besseren Bewertung im Test. Den vierten Platz belegt der Nokian WR D3. Einzig seine Leistung auf nasser Piste verhindert eine bessere Platzierung. Ähnliche Mängel zeigt ebenso der BF Goodrich g-Force Winter. Beim Michelin Alpin 5 und dem Semperit Speed-Grip 2 verhindern die Eigenschaften auf trockener Strecke einen Sprung in die Spitze des Teilnehmerfeldes, der Bridgestone Blizzak LM001 scheitert an einer durchschnittlichen Leistung auf Eis.

Premium- und Markenreifen dicht beieinander

Auffallend: im Mittelfeld des ADAC-Winterreifentests 2015 finden sich neben Markenreifen auch einige Premiumreifen. Die Modelle von Bridgestone, Michelin und Goodyear müssen sich ernsthafter Konkurrenz von Nokian oder Semperit stellen. Auch der Falken Eurowinter HS449, der Vredestein Snowtrac 5 und Firestone Winterhawk, zählen in diese Kategorie der aufstrebenden Markenreifen. Sie überzeugen die Experten mit soliden Leistungen auf den unterschiedlichen Streckenverhältnissen und punkteten durch gute Ergebnisse in der Kategorie Kraftstoffverbrauch. Ebenso ausgeglichen schneidet der Fulda Kristall Controll HP ab. Die Abrollgeräusche sind allerdings deutlich über den Durchschnitt des Teilnehmerfeldes. Den begehrten Sprung in die Top 10 schafft der Barum Polaris 3 mit guten Werten auf Eis, Schnee und nasser Strecke. Seine Leistungen auf trockener Fahrbahn verhindern eine bessere Platzierung. Im hinteren Teil des Teilnehmerfeldes finden sich Winterreifen, welche für Schäppchenjäger durchaus eine Alternative darstellen. Sava Eskimo HP, Kumho Wintercraft WP51, Viking Snowtech 2, Kleber Krisalp HP 2 und der Toyo Snowprox S953 sind günstige Winterreifen, die auf den unterschiedlichen Fahrbahnbeschaffenheiten keine eklatanten Schwächen aufweisen. Die Abrollgeräusche der Modelle sind hingegen deutlich zu laut und lassen eine bessere Bewertung durch die Experten des ADAC nicht zu.

Der Avon Ice Touring ST schließt mit „mangelhaft“ ab

Das Sorgenkind im Teilnehmerfeld ist der Avon Ice Touring ST, welcher die Überprüfungen mit der Wertung „mangelhaft“ abschließt. Auf trockener Fahrbahn liegen die Werte des Winterreifens auf Höhe des Testsiegers von Continental, doch die Leistung auf nasser Strecke offenbaren die Schwächen des Pneus. Sobald Regen einsetzt hat der Avon Ice Touring ST mit eklatanten Mängeln zu kämpfen. Darüber können auch nicht die guten Ergebnisse in den Kategorien Verschleiß bzw. Verbrauch hinwegtäuschen.

Fazit: Tolle Leichtungsdichte ein Segen für Autofahrer

Die wichtigste Erkenntnis aus dem ADAC Winterreifentest 2015: die meisten Reifenprofile sind sicher und bieten gute Leistungen auf winterlichen Fahrbahnen. Während in der Dimension 165/ 70 R 14 T drei Reifen das Testurteil „mangelhaft“ erhielten, scheiterte bei den Überprüfungen der Reifengröße 205/ 55 R 16 H nur ein Pneu. Autofahrer können sich also auf die meisten Winterreifen uneingeschränkt verlassen. Auffällig ist dabei die hohe Leistungsdichte.

In der Dimension 165/ 70 R 15 sicherte sich der Goodyear UltraGrip 9 den Sieg. Durch tolle Leistungen auf den unterschiedlichen Streckenverhältnissen und einem geringen Kraftstoffverbrauch, fahren PKW-Besitzer mit dem Goodyear Reifen durchweg sicher. Knapp dahinter platzieren sich der Michelin Alpin A4 und der Dunlop Winter Response 2. In der Reifengröße 205/ 55 R 16 H fährt der Continental ContiWinterContact TS 850 den Sieg nach Hause. Er überzeugt mit einem ausgeglichen Fahrverhalten, geringem Kraftstoffverbrauch und Bestwerten beim Verschleiß. Den zweiten Platz sichert sich der Yokohama W.drive V905, der durch den günstigen Preis eine echte Alternative für Autofahrer darstellt.

Die Unterschiede zwischen Premium- und Markenreifen sind zwar teilweise noch vorhanden, doch die Abstände werden von Saison zu Saison geringer. Bekannte Marken sicherten sich im ADAC Winterreifentest die vordersten Plätze: die Rundlinge von Continental, Michelin und Dunlop zeigen gute Leistungen und gehören zu den Bestplatzierten im Jahr 2015. Hinter den Testsiegern punkten viele Winterreifen mit soliden Ergebnissen. Davon profitieren besonders Autofahrer: sie können vergleichen und den passenden Winterreifen für die individuellen Anforderungen finden. Wer auf der Suche nach einem günstigen Pneu ist, wird im breiten Mittelfeld des ADAC Winterreifentests mit Sicherheit fündig.

 

ADAC Winterreifentest 2014

Winterreifen für A2, Fiesta, Twingo & Co. – Reifen der Dimension 175/65 R 14 T

Nach der Prüfung der 165er und 185er Dimension in den vergangenen Jahren, wendet sich der alljährliche ADAC Winterreifentest in diesem Jahr der 175/65 R14 Reifengröße zu. 14 Reifen dieser Dimension für Kleinwagen wie Ford Fiesta, Mitsubishi Colt oder Smart Forfour wurden vom ADAC auf Herz und Nieren geprüft. Hierbei ergab sich eine relativ breite Spitze mit vier Bewertungen durch die Note „gut“ und ein breites Mittelfeld mit ganzen acht Bewertungen mit „befriedigend“. Leider fielen auch in diesem Jahr zwei der getesteten Reifen mit der Bewertung „mangelhaft“ auf Grund schwerwiegender Schwächen gänzlich durch.

Continental, Dunlop, Michelin und Firestone

Die vier als „gut“ bewerteten Winterreifenmodelle der Dimension 175/65 R 14 T liefern durchweg ein ausgeglichenes Ergebnis ab. Egal ob auf trockener, nasser, verschneiter oder vereister Fahrbahn, das Auto mit dem Continental ContiWinterContact TS850 besteht alle der vier Testkategorien mit einer guten Bewertung. Während er bei der Geräuschentwicklung Minuspunkte sammelt und nur ein befriedigend ernten kann, sind die Verschleißeigenschaften des Continental mit sehr gut zu bewerten. Auch in Sachen Kraftstoffverbrauch schneidet der ContiWinterContact gut ab und erreicht Platz 1 des ADAC Reifentest für die Saison 2014/2015.


Die Silbermedaille ergattert in diesem Jahr der Dunlop SP Winter Response 2. In den Kategorien Schnee, Eis, Nässe und Trockenheit sowie Kraftstoffverbrauch und Verschleißeigenschaften legt er durchweg eine solide gute Leistung ab, nur in der Testkategorie Geräuschentwicklung gibt es mit der Bewertung „befriedigend“ einen kleinen Ausschlag nach unten. Platz drei und vier belegen der Michelin Alpin A4 und der Firestone Winterhawk 3 auch mit durchweg guten Eigenschaften. Der Michelin Reifen hebt sich hierbei mit besonders hoher Verschleißbeständigkeit hervor.

Solides Mittelfeld der Marken Esa, Fulda, Vredestein & Co.

Die „befriedigenden“ Reigen des diesjährigen ADAC Winterreifentests werden durch den Esa-Tecar Super Grip 7+ angeführt, der einzig auf nasser Fahrbahn und bei der Geräuschentwicklung seine ansonsten guten Ergebnisse nicht halten kann und hier ein „befriedigend“ erhält. Die nasse Fahrbahn ist auch für die ansonsten positiv abschneidenden Modelle Fulda Kristall Montero 3 und Vredestein Snowtrac 3 ein Problem, welches Ihre ansonsten guten Leistungen schmälern. Auf trockener Fahrbahn schwächeln hingegen die Modelle von Pirelli und Sava: Der Pirelli Snowcontrol Serie 3 kann seine mit Ausnahme der Geräuschentwicklung ansonsten gute Bewertung auf trockener Strecke nicht bestätigen.

Der Sava Eskimo S3+ schwächelt allerdings auch bei Nässe und Eis sowie bei der allseits eher schlechter bewerteten Kategorie „Geräusch“. Weiterhin als befriedigend bewertet wurden der Hankook Winter i*cept RS, der Toyo Snowprox S943 und der GT Radial Champiro Winterpro 3. Die Schwäche auf nasser Fahrbahn ist allen Modellen gemein.

Die Schlusslichter im ADAC Winterreifentest 2014 von Cooper und Star Performer

Die mangelhaften Leistungen auf nasser Fahrbahn bringen dem Cooper WM-SA2 sowie dem Star Performer SPTS auch die mangelhafte Gesamtwertung im ADAC Test ein. Einzige Lichtblicke der beiden Reifen finden sich in der guten Bewertung der Testkategorien Kraftstoffverbrauch und Verschleiß.

Reifenmodell
175/65 R14 T
TesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Continental ContiWinterContact TS850 Gut 2,1 1,9 2,2 2,2 3,1 2,2 1,0 ab 46,30 €
Dunlop SP Winter Response 2 Gut 2,1 2,1 2,0 2,4 3,0 1,6 2,3 ab 46,90 €
Michelin Alpin A4 Gut 2,1 2,5 2,2 2,3 3,8 2,4 0,5 ab 48,50 €
Firestone Winterhawk 3 Gut 2,1 2,4 2,3 2,2 3,4 1,7 2,5 ab 35,50 €
Esa + Tecar Super Grip 7+ Befriedigend 2,1 2,6 2,4 2,5 3,5 2,2 2,0 andere Größen ab 53,85 €
Fulda Kristall Montero 3 Befriedigend 2,4 2,7 2,0 2,5 3,8 2,0 2,5 ab 37,79 €
Vredestein Snowtrac 3 Befriedigend 2,1 2,7 2,3 2,4 4,2 1,9 2,0 andere Größen ab 30,93 €
Pirelli Snowcontrol Serie 3 (Winter 190) Befriedigend 2,8 2,2 2,1 2,4 4,0 2,3 2,5 ab 45,48 €
Sava Eskimo S3+ Befriedigend 2,9 2,9 2,0 2,6 3,8 1,8 2,5 ab 38,86 €
Hankook Winter i*cept RS (W442) Befriedigend 2,4 3,0 2,8 2,6 4,0 2,0 2,0 andere Größen ab 22,00 €
Toyo Snowprox S943 Befriedigend 1,9 3,0 2,4 2,5 3,5 1,9 2,5 ab 37,20 €
GT Radial Champiro Winterpro Befriedigend 2,6 3,3 3,3 3,1 3,8 2,4 2,3 ab 69,63 €
Cooper WM-SA2 (Weather Master) Mangelhaft 1,9 4,9 3,7 3,5 3,8 2,4 2,5 ab 46,40 €
Star Performer SPTS (Winter AS) Mangelhaft 2,9 4,9 3,0 3,3 3,9 2,3 2,0 ab 35,60 €

 

Winterreifen in der Dimension 195/65 R 15 T im Test des ADAC

Auch die Reifendimension 195/65 R15 für Wagen der Kompakt- und Mittelklasse wurden im diesjährigen ADAC Winterreifentest genauer unter die Lupe genommen. Für Besitzer der entsprechenden Automodelle wie 3er BMW, Opel Astra, Audi A3 oder A4 und vielen Modellen mehr gibt dieser Test Auskunft über Stärken und Schwächen der jeweiligen Reifenmodelle.

Die Spitze in ihrer Reifengröße von Continental, Bridgestone, Dunlop und Semperit

Den Test der Reifendimension 195/65 R 15 T führt in diesem Jahr der Continental ContiWinterContact TS850 an. Durchweg gute Ergebnisse mit einem kleinen Ausschlag nach unten in der Testkategorie „Geräusch“ und einem Ausschlag nach oben durch ein „sehr gut“ im Bereich Verschleiß machen den Continental  zum Spitzenreiter.

Knapp hinter dem Continental landen der Bridgestone Blizzak - LM 001, der Dunlop SP Winter Sport 4D sowie der Semperit Speed-Grip 2 , alle mit durch weg guten Leistungen in den Testkategorien Trockenheit, Nässe, Eis, Schnee, Kraftstoffverbrauch und Verschleiß. Einzig die Kategorie der Geräuschentwicklung stellt für alle Reifen mit insgesamt gutem Testergebnis ein Problem dar und kann nur mit „befriedigend“ bewertet werden.

Befriedigende Ergebnisse bei Uniroyal, Yokohama, Michelin & Co.

Der Uniroyal MS plus 77 führt die Riege des soliden Mittelfelds im diesjährigen ADAC Winterreifentest an. Während er auf allen Untergründen nur mittelmäßig in Erscheinung tritt, kann er in puncto Spritverbrauch und Verschleißeigenschaften mit „gut“ überzeugen. Weiterhin im Mittelfeld anzutreffen ist der Uniroyal MS plus 77, welcher mit guter Wirtschaftlichkeit durch geringe Verschleißeigenschaften mit „gut“ überzeugt. Der Michelin Alpin 5 performt mit Ausnahme befriedigender Leistungen auf trockener Fahrbahn durchweg gut auf allen Strecken und kann sich auch in puncto Wirtschaftlichkeit sehen lassen. Der Hankook Winter i*cept RS hat seine Stärken bei Trockenheit und auf vereister Fahrbahn, der Pirelli Snowcontrol Serie 3 überzeugt hingegen auf winterlicher Fahrbahn bei Schnne und Eis. Die Ergebnisse von Kumho WinterCraft WP51 und Kleber Krisalp HP2 sind durchweg durchwachsen mit Highlights auf trockener und vereister Straße.

Ausreichende bis mangelhafte Resultate bei Matador, Infinity und Achilles

Als einziger Reifen im diesjährigen ADAC Winterreifentest schneidet der Matador MP92 Sibir Snow mit dem Testurteil „ausreichend“ ab. Bei Nässe fühlt sich der Reifen aus dem Hause Matador nicht wohl und kann hier nur ausreichend performen, was die ansonsten guten bis befriedigenden Eigenschaften schmälert. Absolute Schlusslichter im Test sind der Infinity Winter Hero INF 049 sowie der Achilles Winter 101, welche auf nasser Fahrbahn völlig versagen und nur mit mangelhaft bewertet werden können. Einzig mit dem niedrigen Kraftstoffverbrauch verdienen sich beide ein „gut“.

Reifenmodell
195/65 R15 T
TesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. MwSt.)
Continental ContiWinterContact TS850 Gut 2,0 2,2 2,0 2,2 3,5 1,6 1,5 ab 57,23 €
Bridgestone Blizzak LM 001 Gut 2,1 1,9 2,4 2,4 3,0 2,1 2,5 ab 44,00 €
Dunlop SP Winter Sport 4D Gut 2,5 2,3 2,3 2,5 3,5 1,7 2,5 andere Größen ab 64,00 €
Semperit Speed-Grip 2 Gut 2,5 2,5 2,2 2,3 3,3 2,1 2,5 ab 55,92 €
Uniroyal MS plus 77 Befriedigend 2,6 2,7 2,6 2,7 4,2 2,2 2,5 ab 46,10 €
Yokohama W.drive V905 Befriedigend 2,1 2,8 2,4 2,4 3,6 1,8 2,5 ab 41,25 €
Michelin Alpin 5 Befriedigend 2,9 2,3 2,0 2,2 3,8 2,1 2,5 ab 50,30 €
Hankook Winter i*cept RS (W442) Befriedigend 2,8 3,0 3,0 2,5 3,8 2,1 2,0 ab 57,33 €
Pirelli Snowcontrol Serie 3 Befriedigend 3,0 2,6 2,2 2,2 3,7 1,9 2,5 ab 56,03 €
Kumho WinterCraft WP51 Befriedigend 2,2 3,4 2,7 2,4 3,3 2,2 3,0 ab 49,45 €
Kleber Krisalp HP2 Befriedigend 2,4 3,5 2,7 2,5 4,3 1,8 1,5 andere Größen ab 34,50 €
Matador MP92 Sibir Snow Ausreichend 2,4 3,7 2,5 2,8 3,5 2,3 2,5 ab 36,90 €
Infinity Winter Hero INF 049 Mangelhaft 3,7 5,5 2,0 2,3 3,7 2,1 3,0 ab 52,00 €
Achilles Winter 101 Mangelhaft 3,4 5,5 2,7 2,7 3,5 2,4 2,5 ab 45,21 €

 

ADAC Winterreifentest 2013

Winterreifen für Clio, Polo & Co. - Dimension 185/60 R15T

Im Test der Winterreifen mit der Reifengröße 185/60 R15T, welche häufig für Kleinwagen wie Audi A1, Suzuki Swift oder Fiat Punto verwendet wird, konnte kein Pneu ein Testurteil „sehr gut“ abholen, dafür war die zweite Stufe des Siegertreppchen übervoll: ganze sieben Reifenmodelle konnten den ADAC Winterreifentest mit einem „gut“ abschließen und gelten hiermit als besonders empfehlenswert. Darunter der Testsieger Continental ContiWinterContact TS850 sowie der Dunlop Winterresponse 2, der Winterhawk 3 von Firestone, der Michelin Alpin A4, der Nokian WR D3, der Goodyear UltraGrip 8 und der Speed-Grip 2 von Semperit. Getestet wurden die Reifenmodelle auf einem VW Polo.

Alle als „gut“ getesteten Reifenmodelle können mit wenigen Abweichungen auf ganzer Linie überzeugen und wiesen keine besonderen Schwächen auf. Der Testsieger Continental ContiWinterContact TS850 ging mit einer Gesamtnote von 2,0 als bester Reifen aus dem ADAC Winterreifentest hervor und glänzt durch seine Ausgewogenheit auf nasser, verschneiter oder vereister Fahrbahn. Der Winterresponse 2 von Dunlop teilt diese Vorzüge auf winterlicher Fahrbahn und lässt trotzdem nicht den Kraftstoffverbrauch in die Höhe schnellen. Der Firestone Winterhawk 3 sowie der Nokian WR 3 überzeugen für die Saison 2013/2014 auch auf trockener Fahrbahn. Der Alpin A4 von Michelin punktet auch in diesem Jahr wieder mit seiner Verschleißfestigkeit. Mit seiner Sparsamkeit glänzt der Semperit Speed-Grip 2.

Das Mittelfeld im diesjährigen ADAC Test setzte sich aus dem Vredestein Snowtrac 3, dem Barum Polaris 3, dem Pirelli Winter 190 Snowcontrol 3, dem GT Radial ChampiroWinterPro, dem Winter i*cept RS (W442) von Hankook, dem Falken Eurowinter HS-449 sowie dem Kleber Krisalp HP2 zusammen. Ausschläge in sehr gute Testergebnisse zeigte einzig der Kleber mit einer hervorragenden Verschleißarmut. Problematisch war für alle als „befriedigend“ getesteten Winterreifen die Prüfkategorie „Nass“. Hier schwächelten alle Pneus.

Besonders schwach und mit einem mangelhaften Gesamturteil schnitten der Kormoran Snowpro b2 sowie der Marangoni 4 Winter E+ ab. Auch bei diesen beiden Reifen bedeutete das Prüfkriterium „Nass“ das Aus für eine gute Platzierung. Einzig der geringe Spritverbrauch beim Kormoran sowie die Verschleißarmut des Marangoni waren Lichtblicke der Schlusslichter.

Reifenmodell
185/60 R15 T
TesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis
(inkl. Mehrwertsteuer)
Continental ContiWinterContact TS850 Gut 1,7 1,9 1,9 1,9 2,8 1,8 1,5 ab 57,13 €
Dunlop Winterresponse 2 Gut 2,4 1,9 1,9 2,2 3,1 1,5 2,5 ab 53,80 €
Firestone Winterhawk 3 Gut 2 2 2,4 2,2 2,8 2,2 1,5 ab 40,29 €
Michelin Alpin A4 Gut 2,2 2,4 2,1 2,2 3,4 1,8 0,5 ab 59,20 €
Nokian WR D3 Gut 1,7 2,2 2,2 2,3 3,5 2,1 2,3 ab 46,17 €
Goodyear UltraGrip 8 Gut 2,4 2,3 2,1 2,5 3,3 2 2,5 ab 68,73 €
Semperit Speed-Grip 2 Gut 2,1 2,4 2,5 2,5 3,3 1,5 2,5 ab 86,63 €
Vredestein Snowtrac 3 Befriedigend 2,2 2,6 1,9 2,3 3,6 2,1 2,3 andere Größen ab 30,93 €
Barum Polaris 3 Befriedigend 2,6 2,9 2,2 2,3 3,1 2,4 2,5 ab 39,00 €
Pirelli Winter190 Snowcontrol 3 Befriedigend 2,1 3 2 2,5 3,8 2 2,5 ab 54,30 €
GT Radial Champiro WinterPro Befriedigend 2,8 3,2 3,1 2,5 3,4 2,4 2,3 ab 59,19 €
Hankook Winter i*cept RS (W442) Befriedigend 2,1 3,2 2,6 2,3 3,1 2,1 2,3 ab 50,33 €
Falken HS-449 Eurowinter Befriedigend 2,1 2,6 2,2 2,2 3,5 2,4 3,5 ab 46,70 €
Kleber Krisalp HP2 Befriedigend 2,2 3,5 2,4 2,6 3,6 1,9 1,5 ab 42,30 €
Nexen Eurowin 600 Ausreichend 1,9 2,7 3,6 3 3,1 2,2 2,5 ab 38,90 €
Kormoran Snowpro b2 Mangelhaft 3,3 5,2 2,1 2,5 3,4 1,9 2 ab 31,85 €
Marangoni 4 Winter E+ Mangelhaft 2,2 5,5 3,9 2,8 3,8 2,8 1,5 andere Größen ab 74,09 €

15 Winterreifen für die Mittelklasse - Größe 225/45 R17H

Ein Skoda Octavia diente in diesem Jahr als Testfahrzeug für Pneus der Mittelklasse. Auch Opel Astra, Renault Megane sowie Seat Leon werden beispielsweise mit dieser Reifengröße ausgestattet. Auch in der größeren Reifendimension konnte kein Reifen mit dem Gesamturteil „sehr gut“ abschließen. Anders als bei den kleineren Reifenmodellen wurden nur vier Winterreifen mit einem „gut“ und somit mit dem Prädikat „empfehlenswert“ ausgezeichnet. Darunter der Testsieger Continental WinterContact TS 850 mit der Bestnote 2,1 sowie der Bridgestone Blizzak LM 32 S, der Michelin Alpin A4 und der Uniroyal MS plus 77.
Durchgängige Problematik der Winterreifen für Fahrzeuge der Mittelklasse ist eine erhöhte Geräuschentwicklung. Eine sehr gute Note konnte einzig der Michelin Alpin A4 in puncto Verschleißfestigkeit erzielen. Die Bestnote auf verschneiter Fahrbahn erhielt der Continental ContiWinterContact TS850, der Bridgestone Blizzak LM-32S führt hingegen den Nassbereich an.

Das breit aufgestellte mittlere Feld des Reifentests wird durch den Goodyear UltraGrip 8 Performance angeführt, der außer durch ein erhöhtes Geräuschaufkommen auch im Nassbereich negativ auffällt. Mit den gleichen Problemen hat auch der Nokian WR D3 zu kämpfen. Der Dunlop SP Wintersport 4D schwächelt zwar auf vereister Fahrbahn, kann jedoch mit überdurchschnittlich guter Seitenführung punkten. Beim Winter Sottozero 3 von Pirelli gibt es genau wie beim ESA-TECAR Supergrip 7+ HP Abzüge in den Prüfkriterien Geräuschentwicklung und Verschleiß.
Die Gesamtnote „mangelhaft“ wegen ausgeprägter Mängel im Nassbereich erreichen der Interstate Winter IWT-2* sowie der Sailun Ice Blazer WSL-2. Trotz guter Noten in Verbrauch und Verschleiß reicht es für die beiden Winterreifen nur für die letzten Plätze.

Reifenmodell
225/45 R17 H
TesturteilTrockenNassSchneeEisGeräuschVerbrauchVerschleißEinzelpreis (inkl. Mehrwertsteuer)
Continental ContiWinterContact TS 850 Gut 1,8 2,1 1,7 2,4 3 2,1 1,8 ab 137,38 €
Bridgestone Blizzak LM-32 S Gut 1,8 2 2,3 2,4 3 1,9 2,3 andere Größen ab 42,20 €
Michelin Alpin A4 Gut 1,8 2,5 2,4 2,4 3,4 2,3 0,5 andere Größen ab 48,50 €
Uniroyal MS plus 77 Gut 2,5 2,4 2,1 2,5 3,4 1,7 2,5 ab 87,03 €
Goodyear UltraGrip 8 Performance Befriedigend 2,3 2,6 2,1 2,5 3,5 1,9 2,3 ab 126,99 €
Nokian WR D3 Befriedigend 1,7 2,6 2,5 2,5 3,1 2,4 2,5 andere Größen ab 35,60 €
Dunlop SP Wintersport 4D Befriedigend 2 2,2 2,2 2,7 3,6 2 2,3 ab 125,10 €
Fulda Kristall Control HP Befriedigend 2,7 2,7 2,3 2,5 3,3 2 2,5 ab 134,40 €
Semperit Speed-Grip 2 Befriedigend 2,2 2,7 2,2 2,3 3,1 1,6 1,8 ab 84,90 €
ESA-TECAR Supergrip 7+ HP 210 Befriedigend 2,4 2,6 2,3 2,5 3 2,2 2,8  
Pirelli Winter Sottozero 3 Befriedigend 2,5 2,3 2,5 2,5 3 2 2,8 ab 103,80 €
Hankook Winter i*cept RS (W442) Befriedigend 2,1 3,2 2,5 2,5 3,4 1,8 2,3 andere Größen ab 22,00 €
Toyo Snowprox S953 Befriedigend 2,2 3,5 2,7 2,8 3,9 2,3 2,8 ab 76,22 €
Interstate Winter IWT-2 1 mangelhaft 2,6 5,1 3,7 2,7 3,3 2,3 2,3 andere Größen ab 46,10 €
Sailun Ice Blazer WSL-2 mangelhaft 3,5 5,5 2,1 2,3 3,4 2,1 1,8 ab 61,40 €

Fazit des ADAC Winterreifentest 2013 – Probleme bei auf nassen Fahrbahnen

Elf Modelle der 32 getesteten Winterreifen können in den 18 Prüfkategorien des ADAC Winterreifentests überzeugen und nur 4 Rundlinge können den Erwartungen nicht standhalten und erhalten ein „mangelhaft“. Die Pneus der kleineren Dimension schneiden insgesamt besser ab als die Mittelklasse-Modelle. Die Testsieger in beiden Reifendimensionen liefert der Hersteller Continental.

2012

Winterreifen für Kleinwagen – Dimension 165 / 70 R 14 T

15 Winterreifen der Größe 165/70 R14 T mussten im Testfeld gegeneinander antreten. Testfahrzeug war der aktuelle VW Polo.

Testsieger wurde im Jahr 2012 der Michelin Alpin A4. Der Reifen überzeugt durch beste Fahreigenschaften auf trockener und nasser Straße. Auch auf Schnee und Eis wusste der Premiumreifen durch gute Traktion und gutes Bremsverhalten zu überzeugen. Eine vergleichsweise lange Lebensdauer dank seines geringen Verschleißes konnten ihm die Prüfer ebenfalls bescheinigen.

Der zweitplatzierte Continental ContiWinterContact TS 800 zeigt abermals Spitzenwerte auf Schnee und beim Kraftstoffverbrauch. Seine Fahrstabilität und das Handling auf trockener und nasser Piste lassen den Autofahrer sicher durch die kalte Jahreszeit kommen.

Den dritten Platz sicherte sich in diesem Jahr der Pirelli W190 Snowcontrol Serie 3. Die Unterschiede zu seinen besseren Mitstreitern sind nur minimal. Besonders bei nasser Fahrbahn zeigt der Reifen seine Stärken. Insgesamt ist der Pirelli sehr ausgeglichen und kann guten Gewissens für einen Kauf in Betracht gezogen werden.

Das Mittelfeld ist ebenfalls mit Winterreifen der Preimumhersteller aber auch mit einigen Vertretern der "zweiten Garnitur" der Reifenmarken gespickt. Der preisgünstige Barum Polaris 3 zeigt durchweg positive Leistungen und gehört auch zu den spritsparenderen Modellen. Lediglich durch leichte Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn verpasst er das "gut". Mit dem Marshal I´ZEN MW 15 präsentiert sich die B-Marke von Kumho ebenfalls mit ordentlichen Ergebnissen. Überraschenderweise liegt in diesem Jahr der im Vorjahr noch so hoch gelobte Goodyear UltraGrip 8 nur im Mittelfeld. Seine Leistungen als Klassenbester auf nasser Straße und der vergleichsweise geringe Spritverbrauch reichten nicht aus, um seine sichtbaren Schwächen beim Bremsen auf Schnee ausgzugleichen. Die meisten der übrigen Reifen im Mittelfeld hatten leichte Probleme auf trockener Fahrbahn. Der insgesamt solide Semperit Master-Grip konnte in Sachen Verschleiß nicht überzeugen. Dem Hankook Winter i*cept RS W442 erging es ähnlich wie dem Goodyear. Auch er baute auf Schnee im Vergleich zum restlichen Testfeld ab.

Die letzten drei Modelle der getesteten Winterreifen kommen allesamt aus dem Billigsegment. In diesem Jahr konnte sich keiner von ihnen überraschenderweise vorn platzieren. Während man den GT-Radial Champiro WinterPro hinsichtlich des Kraftstoffverbrauches noch durchaus empfehlen kann, sollte man verschneite Strecken mit ihm besser meiden. Mit dem Effiplus Epluto I und dem Premiorri ViaMaggiore werden bereits nasse Strecken zur Schlitterpartie und somit konnte der ADAC diese Reifen nur mit einem "mangelhaft" abwerten.

In der nachfolgenden Tabelle können Sie die Testergebnisse einsehen.

ReifentypTesturteilTrockenNassSchneeEisGeräusch/ KomfortVerbrauchVerschleißEinzelpreis
(inkl. Mwst.)
Michelin Alpin A4 2,1 2,1 2,0 2,4 2,3 3,4 1,8 0,8 ab 48,87 €
Continental ContiWinterContact TS800 2,2 2,2 2,0 2,1 2,4 3,5 1,6 2,3 andere Größen ab 37,13 €
Pirelli W190 Snowcontrol Serie 2,3 2,4 2,1 2,5 2,5 3,9 2,1 1,8 ab 47,43 €
Barum Polaris 3 2,6 2,6 2,5 2,5 2,5 3,1 2,0 2,3 ab 33,65 €
Sava Eskimo S3+ 2,6 2,6 2,4 2,4 2,3 3,2 1,8 2,3 ab 34,72 €
Marshal I´ZEN MW 15 2,7 2,7 2,3 2,5 2,3 3,5 1,8 2,0 andere Größen ab 34,64 €
Goodyear UltraGrip 8 2,8 2,3 1,8 2,8 2,3 3,4 1,6 2,3 ab 49,01 €
Semperit Master-Grip 2,8 2,4 2,1 2,3 2,5 3,0 2,2 2,8 andere Größen ab 28,50 €
Vredestein Snowtrac 3 2,8 2,8 2,3 2,2 2,3 3,5 1,7 1,8 ab 50,70 €
Firestone Winterhawk 2 EVO 2,9 2,5 2,7 2,9 2,8 2,9 1,9 1,8 ab 34,40 €
Dunlop SP Winterresponse 3,0 2,8 2,1 2,7 2,4 3,3 1,9 3,0 ab 47,50 €
Hankook Winter i*cept RS W442 3,1 2,1 2,6 3,1 2,5 3,2 1,9 2,3 ab 57,40 €
GTRadial ChampiroWinterPro 3,6 2,5 3,2 3,6 2,6 3,4 1,5 2,3 ab 69,63 €
Effiplus Epluto I 4,9 2,5 4,9 3,3 2,8 3,4 1,9 2,3  
Premiorri ViaMaggiore 5,5 3,9 5,5 2,2 2,6 4,3 1,9 2,3  

Die untere Mittelklasse – Dimension 205 / 55 R 16 H

16 Winterreifen wurden in der Golfklasse mit einer Reifendimension von 205/55 R16 H miteinander verglichen. Fünf Reifen konnten sich mit guten Resultaten das Prädikat "sehr empfehlenswert" vom ADAC abholen.

Als bester Winterreifen der Saison ging hier der Continental ContiWinterContact TS 850 hervor. Der ADAC bestätigt damit die Ergebnisse der Tester von ACE, Auto-Zeitung, etc. aus Saison 2012 / 2013. Der Winterreifen liefert nicht nur Top-Ergebnisse auf Schnee und Eis, sondern präsentiert sich auch noch als spritsparender und verschleißarmer Reifen. Er rechtfertig damit seinen leicht höheren Preis.

Auf Platz zwei präsentiert sich der Michelin Alpin A4 und unterstreicht damit sein Ergebnis aus dem diesjährigen Kleinwagentest des ADAC. Durchweg gute Ergebnisse auf allen Untergründen sowie eine lange Haltbarkeit machen den Markenreifen zur einer Kaufempfehlung,

Der Dunlop SP Winter Sport 4D ist auch für die Saison 2012 / 2013 eine gute Wahl. Ebenso wie der Michelin empfiehlt sich der Winterreifen als guter Allrounder mit besonders guten Leistungen beim Handling und Aquaplaning auf nasser Fahrbahn. Beide Reifen waren bereits in den vergangenen Jahren unter den Testsiegern in den Winterreifen-Tests.

Der Goodyear UltraGrip 8 zeigt sich im Test der unteren Mittelklasse überzeugender. Wie auch der Nokian WR D3 zeigt er, dass er sich in allen Witterungssituationen heimisch fühlt. Beide Reifen runden das Spitzenfeld gebührend ab. Die Unterschiede in den Ergebnissen des Goodyear UltraGrip 8 zum oben aufgeführten Kleinwagentest zeigen abermals, dass sich Reifen je nach Größe auch unterschiedlich verhalten können und die Tests lediglich eine Orientierung liefern.

Die zehn mit "befriedigend" bewerteten Reifen können viel Positives vorweisen, zeigen aber in unterschiedlichen Bereichen des Tests wahrnehmbare Schwächen. Der Bridgestone Blizzak LM-32 präsentiert sich stark auf trockener Fahrbahn, aber fühlt sich auf nassen Untergrund nicht so recht wohl und ist relativ laut. Der Semperit Speed-Grip 2 verpasst trotz guter Nassfahreigenschaften aufgrund seiner Probleme bei Schnee und beim Bremsen auf trockenem Untergrund ein "gut". Der Vredestein Snowtrac 3 hat auf Schnee speziell bei der Passfahrt und beim Anfahren und Bremsen Probleme. Der Pirelli W210 Snowcontrol Serie 3 kann das Abschneiden des kleinen Bruders (siehe oben) nicht wiederholen und landet aufgrund spürbarer Schwächen bei mehreren Fahrbahnsituationen nur im hinteren Mittelfeld. Verschleißfestester Reifen im Testfeld war der Yokohama W.drive V903A. Trotz einiger Mängel stellt der ADAC allen zehn Reifen dennoch guten Gewissens das Prädikat "empfehlenswert" aus.

Die rote Laterne im Test gehört dem Syron Everest 1. Die deutlichen Probleme auf nasser Straße, insbesondere im Bremsverhalten, dem Handling und der Kreisfahrt brechen dem Billigreifen das Genick. Resultat "mangelhaft" und somit nicht empfehlenswert.

In der folgenden Tabelle erhalten sie einen zusammenfassenden Überblick der Testresultate:

ReifentypTesturteilTrockenNassSchneeEisGeräusch/ KomfortVerbrauchVerschleißEinzelpreis
(inkl. Mwst.)
Continental ContiWinterContact TS850 2,1 2,4 2,3 1,9 2,0 3,2 1,4 1,0 ab 83,10 €
Michelin Alpin A4 2,1 2,2 2,4 2,0 2,1 3,7 1,9 1,0 ab 85,80 €
Dunlop SP Winter Sport 4D 2,3 2,5 2,2 2,3 2,4 3,2 1,9 2,3 ab 75,70 €
Goodyear UltraGrip 8 2,3 2,5 2,1 2,3 2,3 3,5 2,2 2,0 ab 68,68 €
Nokian WR D3 2,5 2,5 2,5 2,3 2,4 3,6 2,3 2,5 ab 61,45 €
Bridgestone Blizzak LM-32 2,6 2,3 2,6 2,4 2,3 4,0 2,0 2,0 ab 62,86 €
Semperit Speed-Grip 2 2,7 2,7 2,4 2,5 2,7 2,4 1,9 2,5 ab 65,80 €
Vredestein Snowtrac 3 2,7 2,6 2,6 2,7 2,4 3,0 2,2 2,0 andere Größen ab 30,93 €
ESA-Tecar Super Grip 7+ 2,8 2,8 2,6 2,3 2,3 3,2 1,7 2,0  
Yokohama W.drive V903A 2,9 2,1 2,9 2,8 2,4 3,3 2,1 1,5  
Fulda Kristall Control HP 3,0 2,6 3,0 2,2 2,7 3,5 2,1 2,0 andere Größen ab 44,00 €
Pirelli W210 Snowcontrol Serie 3 3,0 3,0 2,7 2,8 2,5 3,7 2,1 2,0 ab 65,30 €
Falken Eurowinter HS449 3,1 2,3 2,4 3,1 2,0 3,2 2,2 2,3 ab 49,60 €
Hankook Winter i*cept RS W442 3,3 2,4 3,0 3,3 2,2 3,6 2,1 2,3 andere Größen ab 22,00 €
Uniroyal MS plus 66 3,3 2,4 2,2 3,3 2,5 3,0 2,2 2,3 andere Größen ab 71,40 €
Syron Everest 1 5,5 3,0 5,5 3,4 2,7 4,2 2,6 2,0 andere Größen ab 40,78 €

Winterreifen für kleine SUVs – Dimension 215 / 65 R 16 T

Die Zulassungszahlen sprechen eine klare Sprache: Sport Utility Vehicle (SUV) sind derzeit voll im Trend. Sie bieten ein einmaliges Fahrgefühl, strahlen Understatement und Sicherheit aus. Manche von ihnen könnten sogar Abseits der befestigten Straßen fahren - wenn sie nur wollen. Außerdem kann man locker einen großen Einkauf oder Gepäck der ganzen Familie in den Kofferräumen unterbringen. Es gibt kaum einen Hersteller, der sich gegen die Entwicklung eines eigenen SUV-Modells entschieden hat.

Es gibt mehr als genug Gründe, um einmal einen genaueren Blick auf die Bereifung der Kolosse zu werfen. Die Bereifung muss, neben der Bremsanlage, besonders viele Kräfte aufnehmen und in jeder Situation das schwere Fahrzeug sicher über Schnee, Nässe und Trockenheit bringen. Daher hat der ADAC die Reifengröße 215/65 R16 H bei dem alljährlichen Winterreifentest erstmalig einbezogen. Die erfreuliche Nachricht vorweg: bei drei der sechs getesteten Modelle können Sie bedenkenlos zuschlagen, denn diese erhielten das Prädikat "gut".

Der Bridgestone Blizzak LM-80 hat es nach Abschluss des Testmarathons auf den ersten Platz geschafft. Als wahrer Schnee- und Eisexperte überraschte er die Tester und lies die Konkurrenz hinter sich. Sehr lobenswert ist sein geringer Kraftstoffverbrauch und der niedrige Verschleiß.

Als wahres Allround-Talent hat sich der Dunlop SP Winter Sport 4D auf den zweiten Platz bewiesen. Nicht nur auf Nässe oder Schnee liefert er überdurchschnittlich gute Leistungen ab, sondern erreicht sogar Bestnoten auf trockener Fahrbahn. Lediglich beim Abrollgeräusch sowie bei dem Verschleiß besteht noch Verbesserungspotential.

In fast jedem Reifentest lässt sich ein Vertreter aus dem Hause Continental finden. Auch in diesem Test ist es nicht anders, denn der Continental ContiCrossContact Winter überzeugt auf einem guten dritten Platz im Ranking. Es gibt keinen Untergrund, auf dem der Pneu keine Haftung findet. Er besticht durch durchgehend gute Leistungen auf Schnee, Nässe, Trockenheit und sogar Eis. Nur das Abrollgeräusch drückt das sonst gute Bild des Reifens.

Etwas abseits der Testsieger findet man im Mittelfeld den Goodyear UltraGrip 8. Seine Stärken liegen deutlich auf nasser sowie schneebedeckter Fahrbahn. Das Abrollgeräusch lässt jedoch zu wünschen übrig, wie auch das Verhalten auf trockenem Asphalt. Diese Abwertungen bringen den Pneu auf einen akzeptablen vierten Platz. Auf dem vorletzten Platz der Bewertungen liegt der Sava Eskimo SUV. Die Bezeichnung als Mitglied des arktischen Volkes ist leider nicht ganz gerechtfertigt, da der Reifen leichte Schwächen auf Schnee, Eis sowie bei Nässe zeigt. Beim Kraftstoffverbrauch und Verschleiß zeigt er sich hingegen sehr sparsam und ökonomisch. Am Ende der Testliste steht der Sailun Ice Blazer WSL2. Sein niedriger Anschaffungspreis sowie zufriedenstellende Ergebnisse bei Trockenheit und sehr gute Werte bei Schnee verlocken im ersten Augenblick zum Kauf. Jedoch gibt es gravierende Mängel bei der Sicherheit auf nasser Fahrbahn. Das Testfahrzeug wird kaum kontrollierbar und beschert damit der Marke den letzten Platz im Test. Schade um diesen Mängel, da der Reifen in den Disziplinen Verschleiß und Kraftstoffverbrauch Bestnoten erhielt.

Auch wenn es ärgerlich ist, dass kein Reifenmodell als "sehr gut" eingestuft wurde, so gibt es doch drei Kandidaten, bei denen Sie im Winter keine Bedenken haben müssen:

ReifentypTesturteilTrockenNassSchneeEisGeräusch/ KomfortVerbrauchVerschleißEinzelpreis
(inkl. Mwst.)
Bridgestone Blizzak LM-80 2,1 2,5 2,0 2,1 2,1 2,8 1,5 2,5 andere Größen ab 77,20 €
Dunlop SP Winter Sport 4D 2,2 2,3 2,1 2,2 2,3 3,0 2,0 2,5 andere Größen ab 64,00 €
Continental ContiCrossContact Winter 2,3 2,5 2,1 2,3 2,1 3,6 2,1 2,5 andere Größen ab 56,94 €
Goodyear UltraGrip 8 2,7 2,7 1,6 2,5 2,4 3,5 2,3 1,0 ab 153,72 €
Sava Eskimo SUV 3,2 2,9 3,2 2,9 2,4 3,4 2,6 0,5 andere Größen ab 91,90 €
Sailun Ice Blazer WSL2 5,5 2,7 5,5 1,9 2,6 3,4 1,5 1,5 andere Größen ab 26,93 €

 

Weitere Informationen finden Sie wie immer auf der Webseite des ADAC und im Club-Magazin.

Winterreifentests 2016/2017: Alle Tests der Saison im Überblick

 

 

 

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